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Die richtige Ernährung für meinen Hund – Trocken oder nass, BARF oder vegetarisch?

Unter Liebhabern und Hundefreunden ist die optimale Ernährung der Tiere ein oft diskutiertes Thema, welches über die Zeit verschiedene Konzepte ins Leben gerufen hat.

Bevor man über die richtige Ernährungsmethode nachdenkt, sollte man sich der relevanten Kriterien in punkto Nährstoffbedarf klar werden. Im Generellen gelten Größe, Gewicht und Alter, sowie der Aktivitätsgrad des Tiers als Schwerpunkt. Hinzu kommen rassetypische Erkrankungen, welche sich meist auf die Größe der Hunde einer Rasse zurückführen lassen.

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Kleine Hunde, wie Zwergpudel, Zwergschnauzer, kleine Terrier oder Chihuahua neigen vor Allem zu Fehlbildungen und Problemen an den Knie-/ und Hüftgelenken, dicht gefolgt von der Neigung zu Parodontose oder im Zuchtbereich zu Geburtsschwierigkeiten auf Grund eines zu engen Beckenbereiches.

Bei großen Hunden ist eine typische Krankheit zum Beispiel die Hüftdysplasie, eine angeborene Hüftgelenksverrenkung bzw. angeborene oder mit der Zeit entstehende Fehlstellungen oder Störungen der Gelenke. Insbesondere deutsche Schäferhunde, Bernhardiner oder Doggen leiden unter Fehlbildungen der Hüft-/ und Ellenbogengelenke, welche nicht selten einen Bandscheibenvorfall nach sich ziehen. Auch Herzfehler und Bindehautentzündungen treten bei größeren Hunden öfter auf als bei kleinen Hunderassen.

Zudem kommen bei einzelnen Rassen noch spezielle, genetisch bedingte Krankheiten vor – zum Beispiel beim Shar Pei Entzündungen der Haut, welche durch die charakteristischen Falten des Tieres hervorgerufen werden – beim Dalmatiner Leukodystrophie, eine Stoffwechselkrankheit, die zu neurologischen Ausfällen und Schäden führt – oder die Collie Eye Anomaly, bei der eine Fehlbildung am Augenhintergrund die Sehkraft beeinträchtigt.

Vieler dieser Krankheiten kann man mit der richtigen Ernährung entgegen wirken. Gerade bei großen Hunden im Welpenalter sollte man die Nährstoffzufuhr beachten, da diese in der Regel einen sehr schnellen Wachstumsprozess durchleben.

Mehr zum Thema rassespezifischer Krankheiten und Besonderheiten bei der Ernährung, auch für die Rasse Ihres Hundes, finden Sie in unserem Hundelexikon. Dieser Beitrag soll in erster Linie über die Arten der Ernährung aufklären und die jeweiligen Vor-/ und Nachteile aufzählen, um Sie bei der Entscheidung zu unterstützen.

Die verschiedenen Futtermittel

Trockenfutter – hat den großen Vorteil, dass es keinerlei Konservierungsstoffe bedarf um eine lange Haltbarkeit des Futters zu garantieren. Zudem ist es die günstigste Variante seinen Vierbeiner zu versorgen und ist leicht zu portionieren, die Kauaktivität Ihres Hundes steigt, wodurch die Kiefermuskulatur gesund bleibt und das Zahnsteinrisiko minimiert wird. Im Gesamten bedarf es bei einem qualitativ hochwertigen Futters an kleineren Rationen, es wird sehr fest gepresst bei der Herstellung und bei dieser außerdem durch Erhitzung Keime getötet werden…folglich entsteht ein hygienisches Produkt.

Kleiner zusätzlicher Pluspunkt: Es entsteht wenig Müll da es Trockenfutter meist in großen Säcken gibt, welche leicht gelagert werden können.

Bei der Lagerung gibt es allerdings kleinere Problematiken, die zu beachten sind. Der Futtersack sollte gründlich wieder verschlossen werden und an einer dunklen, trockenen Stelle untergebracht werden.

Auch negativ ist die bei Fertigfuttermitteln generell vertretene Gegebenheit, dass häufiger Getreidesorten o.Ä. Nebenerzeugnisse enthalten sind, welche als weniger hochwertig gelten und auch oftmals von den Tieren nicht so gut vertragen werden.

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Nassfutter – ist auf Grund der saftigen Konsistenz, ähnlich wie bei Fleisch, und der Saftigkeit bei eigentlich jedem Hund sehr beliebt. Das bringt vor Allem der hohe Wassergehalt von durchschnittlich 70% mit sich. Ein großer Vorteil hier ist die Leichtigkeit beim Untermischen von eventuell nötigen Medikamenten bzw. Medizin. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Aufnahme von Wasser bei der Fütterung des Hundes, da es gelegentlich vorkommt, dass Hunde zu wenig trinken.

WICHTIG: Ähnlich wie bei Trockenfutter, sollte man bei der Auswahl des Nassfutters darauf achten ob es sich um ein Alleinfutter-/ oder Ergänzungsfuttermittel handelt. Bei guten Alleinfuttermitteln werden alle nötigen Nährstoffe abgedeckt und ausgewogen zugeführt, zusätzliches Futter kann hier schnell die Balance aus dem Ruder bringen und führt auch schneller zu einer Überfütterung.

Die wesentlichen Nachteile von Nassfutter sind die geringe Haltbarkeit und die Anfälligkeit für die Bildung von Bakterien nach dem Anbruch einer Dose o. Ähnlichem. Hierbei ist wiederum zu beachten, dass Futter nicht kalt gegeben werden sollte, da das Tier sonst unter Bauchschmerzen leidet. Außerdem sollte man bei der Auswahl gründlich die Inhaltstoffe studieren, oftmals sind Konservierungsstoffe und ein hoher Zuckeranteil vorhanden. Ein Hund hat keinen hohen Bedarf an Zucker, was schnell Diabetes zur Folge haben kann. Zudem sollte bei Fertigfutter, also auch bei Trockenfutter, auf Nebenerzeugnisse wie Weizen geachtet werden – generell bei Inhaltstoffen die nicht in der natürlichen Ernährung vertreten sind sollte man vorsichtig sein, hier besteht Gefahr der Entstehung einer Allergie.

BARF – kommt ursprünglich aus den USA und bedeutet übersetzt „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. Hier besteht die Ernährung ausschließlich aus rohem Frischfleisch, ungekochtem Obst bzw. Gemüse und gelegentlich Knochen. Zusätzlich werden bestimmte Nährstoffpräparate, wie Fette, Öle und Mineralien zugesetzt.

Der Größte Vorteil hier liegt bei der Nahrungsmittelunverträglichkeit und Allergien, das Futter kann individuell zusammengestellt werden, um so auf die unterschiedlichen Bedürfnisse auch der jeweiligen Rassen einzugehen. Denn was viele nicht wissen: Sogar der Mineralstoffanteil bzw. die Zufuhr von Mineralstoffen kann sich an Gesundheitszustand, Rasse und Alter unterscheiden.

Dennoch stellt gerade die optimale Nährstoffzufuhr das hauptliegende Problem dar. Es benötigt viel Erfahrung um die Nährstoffe optimal zu dosieren – Über-/ und Unterdosierungen sind gerade bei Anfängern wahrscheinlich, was vor Allem im Welpenalter problematisch ist. Wie Anfangs in diesem Beitrag aufgeführt, kann dies zu einer höheren Wahrscheinlichkeit bei der Entstehung von Gelenkskrankheiten führen.

Beim BARFen besteht das höchste Risiko in der richtigen Balance bzw. Zufuhr der Nährstoffe.

Vegetarische – Ernährung ist bei erwachsenen Hunden nur eine Alternative, so lange kein spezielles Futter auf Grund bestimmter Erkrankungen notwendig ist. Mit Milch- und Eierprodukten, Gemüse, Reis und Teigwaren lässt sich durchaus eine abwechslungsreiche Ernährung zusammenstellen. Feldstudien lassen ableiten, dass es tatsächlich möglich ist einen Hund vegetarisch zu ernähren…auch wenn es im ersten Moment suspekt erscheint.

Hier muss man vor allem den Energie-/ und Proteinbedarf, sowie den Bedarf an Mineralstoffeb und Vitaminen im Fokus halten, um auf lange Sicht eine Fehlernährung zu vermeiden. Außerdem muss ein ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe gegeben sein.

Der Vorteil dieser Alternative zur Ernährung bringt den Vorteil, dass Menschen die sich für eine vegetarische Lebensweise entschieden haben, diese ihren Hund nach den gleichen Ansichtsweisen zu versorgen.

Dennoch gibt es wichtige Grundlagen die explizit eingehalten werden sollten, nur so stellen Sie die Gesundheit Ihres Tieres sicher. Wenn man sich für vegetarisches Futter entscheidet, sollte man dies nur auf Basis eines wissenschaftlich erstellten Plans tun, welcher die Rationen vorgibt. Bei heranwachsenden Hunden sollte zudem regelmäßig ein Tierarzt prüfen, inwiefern die Entwicklung des Hundes von statten geht. Hier sollte man sich im besten Fall an einen auf Ernährung spezialisierten Arzt wenden.

Letztendlich sollte man den Ursprung des Hundes nicht außer Acht lassen. Die Tiere sind ‚Canivore‘, das heißt sie sind Fleischfresser. Daher sollte man auch bei einer vegetarischen Ernährung, in Ausnahmefällen auch Fleisch füttern.

Zusammenfassung:

Die richtige Ernährung ist essenziell und kann viele Dinge mit sich bringen, die zu beachten sind. Um diese sicherzustellen ist ein qualitativ hochwertiges Trockenfutter ausreichend, allerdings unter strenger Begutachtung der Inhaltsstoffe. Gelegentlich kann man nach Bedarf einzelne Malzeiten aussetzen, um Rohfleisch o.Ä. zu füttern.

Prinzipiell ist es aber sinnvoll, sich in Sachen Ernährung an einen Tierarzt zu wenden, da es auch einige rassespezifischen Besonderheiten gibt und jeder Hund zuletzt in Individuum ist. Den passenden Tierarzt finden Sie auf best4.dog, indem Sie einfach die richtige Kategorie und Ihre Region im Filter auswählen.

Wenn Sie mehr über den passenden Napf für Ihren Hund und die damit verbundenen Kriterien erfahren wollen, klicken Sie hier für den Beitrag „Der richtige Napf für Ihren Hund“.

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